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    Jüdisches Museum Berlin – Fassaden-Faultier

    150 Tiere bevölkern die Arche im ANOHA, der Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin. Das Größte und Prominenteste unter ihnen ist ein Faultier, das sich an der Fassade der W. M. Blumenthal Akademie in Kreuzberg entlang hangelt und Besucher*innen den Weg weist. Komponenten alter, gebrauchter Fahrräder dienten dem Bau des circa vier Meter hohen und vier Meter breiten Exponats. Individuell ausgesuchte Schutzbleche visualisieren die feine Haarstruktur, die langen Krallen und die charakteristische Augenform des sympathischen Säugetieres. Damit steht es exemplarisch für die gesamte Museumsfauna, die mit viel Experimentierfreunde aus gebrauchten Gegenständen und Recyclingmaterialien erdacht und umgesetzt wurde. Eine besondere Vorbereitung erforderte auch die dynamische Haltung des großen und schweren Faultieres, das sich um die Ecke der Fassade zu bewegen scheint. Nach den ersten Skizzen entstand ein Knetmodell, das später 3D-gescannt wurde, um die Unterkonstruktion des metallenen Objekts zu planen. Das Ergebnis ist eine eigens entwickelte Statik, die dem Faultier auch bei Wind und Wetter einen starken Grip garantiert.

    Auftraggeber: Jüdisches Museum Berlin
    Architekten: Olson Kundig, Seattle
    Unsere Leistung: Entwurf, künstlerische Leitung, Herstellung und Montage
    
Beteiligte Künstler: Beate Kelm, Luca Grabo, Felix Scharstein
    Ort: ANOHA. Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin